Dieser Tage lässt eine Studie aufhorchen, die unter der Leitung von Lee Berk von Immunologen an der Linda Loma University durchgeführt wurde. 20 Diabetiker nahmen an dem Experiment teil. Außer der Zuckerkrankheit wiesen die Probanden auch erhöhte Blutfettwerte und hohen Blutdruck auf.
Die Hälfte davon erhielt die Standardmedikation, die andere Hälfte durfte sich zusätzlich jeden Tag 30 Minuten lang lustige Filme ansehen, die sie herzlich zum Lachen brachten. Über zwölf Monate wurden nun die Werte der beiden Gruppen gemessen:
Die Patienten der Teilgruppe, die fernsehen durfte, wiesen bereits nach zwei Monaten deutlich niedrigere Stresshormonwerte auf. Zudem waren ihre Cholesterinwerte besser und der Anteil an Entzündungen auslösenden Proteinen geringer als in der Vergleichsgruppe. Nach einem Jahr hatte die „Lachgruppe“ erheblich verbesserte Cholesterinwerte, während diese in der Vergleichsgruppe nahezu unverändert schlecht geblieben waren. Das Blut der blendend unterhaltenen Probanden enthielt zwei Drittel weniger der schädlichen Proteine als zu Studienbeginn. Bei der lediglich standardmäßig behandelten Kontrollgruppe war die Proteinkonzentration nur um ein Viertel zurückgegangen. [Quelle: focus online]
In weiteren Studien wollen Berk und Kollegen nun untersuchen, ob herzhaftes Lachen auch das Risiko für Arteriosklerose und Herzkrankheiten verringern kann
Allerdings gibt es auch Kritik an Berks Diabetiker-Studie, und zwar von demDiabetes-Experten Jochen Seufert von der Universität Freiburg:
„Wenn Patienten täglich eine zusätzliche Therapie bekommen, werden sie stärker an ihre Krankheit erinnert“, gibt er zu bedenken. „Die Folge ist, dass sie besser auf sich aufpassen“, und zwar unabhängig davon, welcher Art die Zusatzbehandlung ist. Deshalb bewegen sich die Patienten mehr, nehmen ihre Medikamente regelmäßiger ein und ernähren sich besser. „Es ist sicherlich schwierig, eine Placebo-Lachtherapie durchzuführen“, sagt Seufert. „Aber so etwas wie ein trauriger Film pro Tag für eine Kontrollgruppe wäre eigentlich nötig gewesen, um die Wirkung des Lachens zu bestätigen.“ [Quelle: sueddeutsche.de]
Wie auch immer: Lachen Sie’s gut
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