Studie: Humor in der Schule macht gesund

Unter dem Titel “Humor macht gesund” arbeitete ein Team von Psychologie-Studierenden der Universität Leipzig an einem Forschungsprojekt, das im Rahmen des Wissenschaftsjahres Gesundheitsforschung durch das Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde. Grundlage für die nun veröffentlichten Erkenntnisse zum Forschungsobjekt “Humor und Gesundheit” waren umfangreiche Umfragen sowie Workshops mit insgesamt 340 Schülerinnen und Schülern zwischen 14 und 16 Jahren.

Zum vollständigen Text der Pressemitteilung …

Und die Ergebnisse der Studie als PDF: Ergebnisse der Humorstudie 2011

 

10 psychologische Fakten über den Humor

Daniel Rettig hat auf seinem lesenswerten Blog “Alltagsforschung” 10 psychologische Fakten über den Humor zusammengefasst.

Traditionell hagelt es am 1. April weltweit Aprilscherze. Dem lustigen Treiben kann ich mich natürlich unmöglich entziehen – daher hier zehn (ernst gemeinte!) psychologische Fakten über Humor.

1. Humor macht sexy
Das gilt zumindest für Männer, so das Ergebnis einer Studie (.pdf) aus dem Jahr 2005. Eric Bressler vom Westfield State College in Massachusetts und Sigal Balshine von der McMaster Universität in Ontario ließen darin 210 Studenten die Fotos von 40 Personen bewerten. Die männlichen Probanden blickten auf Frauengesichter, die Frauen sahen Männer an. Manche der Bilder hatten die Forscher vorher mit amüsanten Unterschriften versehen wie “Meine Schule war sowas von hart – wir hatten sogar unseren eigenen Bestatter”. Und siehe da: Jene Männer wurden von den Frauen nicht nur als freundlicher und lustiger bewertet – sondern auch als bessere potentielle Partner.

2. Humor und Intelligenz hängen zusammen
Zahlreiche Wissenschaftler gehen davon aus, dass Humor sich im Laufe der Evolution als überlebenswichtig erwies – etwa im Hinblick auf die Partnerwahl. Wie sehr ein gesunder Humor unser Image beeinflusst, zeigte auch eine Studie (.pdf) von Daniel Howrigan von der Universität von Colorado im Jahr 2008. Er analysierte einerseits die Persönlichkeit und die Intelligenz von 185 Studenten – 115 Frauen, 70 Männer. Dabei fand Howrigan heraus: Wer in dem Intelligenztest gut abgeschnitten hatte, war auch überdurchschnittlich humorvoll.

3. Humor verlängert das Leben
Zugegeben, der Satz klingt ein wenig schräg. Glaubt man der Langzeitstudie von Sven Svebak von der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie, enthält er jedoch einen wahren Kern. Für die Untersuchung, die in 2010 veröffentlicht wurde, verfolgte Svebak mit seinem Team das Leben von mehr als 50.000 Norwegern über mehrere Jahre hinweg. Ergebnis: Humor hat durchaus positive Auswirkungen auf die Lebensdauer. Da Menschen mit Humor seltener krank würden, lebten sie bis zu 20 Prozent länger. Wichtig ist laut Svebak vor allem eine positive Denkweise. Oder, wie man in meiner Heimat Köln sagt: “Et hätt noch immer jot jejange.” (Für Nicht-Rheinländer: Der Satz bedeutet soviel wie “Alles wird gut”.)

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Uni Leipzig: Forschungsprojekt Humor

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“Humor macht gesund”

Humor beeinträchtigt Wohlbefinden und Stresserleben auf unterschiedliche Weise

“Humor macht gesund” – Mit einem Konzept unter diesem Titel gewann ein Team um Tabea Scheel von der Universität Leipzig den Wettbewerb „Was macht gesund?” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) -und zählt damit zu den insgesamt 15 Gewinnern. Die Studierenden vom Institut für Arbeits- und Organisationspsychologie von Gisela Mohr erhalten somit 10.000 Euro für die Umsetzung dieses Projektes im Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit.

“Humor ist ja nicht gleich Humor. Es gibt positiven und negativen Humor – und egal welcher, Humor hat einen bedeutenden Einfluss auf die Gesundheit”, erklärt die Psychologin und Doktorandin Tabea Scheel den mit Mario Csonka, Master-Student der Psychologie, gefundenen Ansatz. In einem Projekt für 15- bis 17jährige Jugendliche (9. Und 10. Klassen) will sie zunächst schriftliche Befragungen zur Verständnis und der Erfahrung von Humor unter den Schülern durchführen. “Wir wollen dabei nicht zuletzt auch die Forschung selbst erlebbar machen”, erklärt die Wissenschaftlerin. “Und wir wollen zeigen, dass verschiedene Humorstile das Lernen beeinflussen, mit Fehlerorientierung zusammenhängen und Wohlbefinden oder Stresserleben beeinträchtigen oder fördern.” All dies soll in den Workshops gemeinsam erleb- und erforschbar werden.

Positiver Humor erhöht die Aufmerksamkeit

Wie wichtig Humor im Schulkontext, sowohl aus der Perspektive der Schüler, aber auch aus der Perspektive der Lehrer ist, zeigen die Humorforschungen bereits heute: Lernen wird durch positiven Humor verbessert, er fördert Aufmerksamkeit und die Freude am Lernen. Mit ihrem Forschungsansatz will Tabea Scheel weitergehenden Fragen nachgehen, und unter anderem Mobbingtendenzen in den Klassen mit dem dominierenden Humorstilen auswerten oder überhaupt Humorstil und Wohlbefinden zueinander deuten. Den Abschluss des Projekts bildet eine Ergebnispräsentation, jeweils einmal in den Klassen und einmal für Lehrende und Eltern.

Das Projekt startet offiziell am 1. Juni 2011 und wird bis zum Dezember 2011 abgeschlossen werden. Die Entscheidung zum Wettbewerbserfolg war getragen von einer sechsköpfigen Jury aus Kommunikationsprofis und Wissenschaftlern, die die 15 besten Projektideen zur Vermittlung der Gesundheitsforschung auswählte. Gesucht waren kreative und originelle Ideen für öffentlichkeitswirksame Formate, die zeigen, welche Forschungsaktivitäten rund um die Gesundheit Studierende in Deutschland beschäftigen. (red)

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Deutsche halten Lachen für gute Medizin

Die Apotheken-Umschau veröffentlicht die Ergebnisse einer Umfrage.

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Umfrage: Humor macht fit – darin sind sich die Deutschen einig. 94,6 Prozent zeigen sich davon überzeugt, dass Lachen gesund hält

Den größten Beitrag zum Wohlbefinden der Nation leistet der Umfrage zufolge Hape Kerkeling – als Deutschlands beliebtester Comedian. Drei Viertel der Männer und Frauen machten ihm das Kompliment: „Über ihn lache ich ganz besonders gerne“. Auf Platz zwei landete mit 64,2 Prozent Ulk-Urgestein Otto Waalkes. Den dritten Platz ergatterte Anke Engelke, dicht gefolgt von Mike Krüger und Mario Barth. Auch Michael „Bully“ Herbig und Michael Mittermeier schnitten recht ordentlich ab.

Die Umfrage ergab darüber hinaus, dass viele weibliche Komikerinnen stärker bei den Frauen als bei den Männern Anklang finden. So liegt zum Beispiel Hella von Sinnen in der Beliebtheit bei Frauen um 12,2 Prozentpunkte höher als bei den Männern, Gaby Köster um 10,3, Cordula Stratmann um 8,1 und Cindy aus Marzahn um 7,7 Prozentpunkte. Otto Waalkes hingegen hat – auf hohem Niveau – mehr männliche als weibliche Fans. Männer finden zum Beispiel auch Matze Knop (+ 6,0 Prozentpunkte), Rüdiger Hoffmann (+ 6,0 Prozentpunkte) und Atze Schröder (+ 5,5 Prozentpunkte) witziger als Frauen.

Allgemein haben Hape, Otto, Engelke und Co. bei dem Ranking den Vorteil, schon lange im Geschäft zu sein. Viele Comedians, die erst seit ein paar Jahren im Fernsehen präsent sind, schafften es schon allein wegen ihres geringeren Bekanntheitsgrades vor allem bei den älteren Befragten nicht auf die vorderen Ränge. Bei der Beliebtheit gibt es zudem auch regionale Unterschiede. So werden Komiker wie Django Asül, Erwin Pelzig und Willy Astor vor allem in Bayern geschätzt. Über Jürgen Becker lachen die Menschen hingegen überwiegend in Nordrhein-Westfalen.

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22.03.2011

PhotoDisc/RYF

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Willibald Ruch: Einblicke in die Psychologie des Humors

Zwischen Lachen und Ausgelachtwerden

Einblicke in die Psychologie des Humors | Willibald Ruch

Ohne Humor, Spass, Witz und Spott ist das Miteinander von Menschen nirgendwo auf dieser Welt vorstellbar. Welche Erkenntnisse liefert hierzu die moderne Humorforschung? Was ist bereits gut erforscht und wo gibt es noch unerschlossene Gebiete, die es zu entdecken gilt?

Den Beginn der modernen Humorforschung kann man mit ca. 1970 datieren, als sich die zwei amerikanischen College-Studenten Jeffrey Goldstein und Paul McGhee auf die Suche nach Autoren für ihr geplantes Herausgeberwerk „The Psychology of Humor“ machten, das schließlich 1972 erschien. Sie hatten einige Schwierigkeiten, passende Autoren zu finden, und mussten sich auf der Suche nach Gleichgesinnten oftmals auf das Hörensagen verlassen. Dennoch ist ein stattliches Pionierwerk entstanden. Nicht verwunderlich, „Humorforschung“ beschäftigte sich während der sogenannten „kognitiven Wende“ hauptsächlich mit der Analyse der Informationsverarbeitung von humorigen Stimuli wie Witzen und Cartoons. Die spielerische Verarbeitung von Inkongruenz, die teilweise oder vollständige Lösung derselben, aber auch die Stellung des Rezipienten gegenüber Tätern und Opfern in herabsetzenden Witzen war ein beliebter Forschungsgegenstand. Die subjektive Beurteilung der Lustigkeit von Witzen stand im Zentrum, Lachen und Lächeln wurden dem Urteil als „objektive Indikatoren“ der Lustigkeit zur Seite gestellt, und Daniel Berlyne erforschte Aktivierungsprozesse als Teil der Reaktion; diese drei Ebenen des Verhaltens, Erlebens und physiologischer Prozesse wurden erst 20 Jahre später zur Emotion „Erheiterung“ zusammengefasst.

„Witz“ am besten erforscht

Während vieles der vorwissenschaftlichen Literatur Eingang in die moderne Psychologie gefunden hat, sind Humor oder das Komische immer noch ein „wenig genutzter Steinbruch“. So ist das klassische Verständnis vom Sinn für Humor noch nicht in ein modernes Gewand gekleidet worden. Das „über sich selbst lachen können“ und „sich nicht so ernst nehmen“ wird in Abhandlungen gerne als Kern des Humors verstanden, doch in den „Sinn für Humor“ – Fragebögen, die in den 1980er Jahren aufkamen, wurde es jedoch kaum miteinbezogen. Dort wurde auf „viel lachen“ und „andere unterhalten“ fokussiert und minimal auf das „in sich hinein schmunzeln“. Dem Geist der 70er Jahre entsprechend wurde auch das Mögen unterschiedlicher Arten von Witzen und Cartoons als ästhetische Dimension des Humors über Tests erfasst: diese Operationalisierung von Humor zeichnet sich durch ihre theoretische Fundierung aus. Da der Witz weiterhin als die „Fruchtfliege“ der Humorforschung fungiert, ist hier die Theoriebildung am weitesten fortgeschritten.

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Über das Lachen und den Humor

Lachen: Ist Humor erlernbar oder gesund?

Was bedeutet Humor?

Das Wort “Humor” stammt aus dem Lateinischen und wird mit Feuchtigkeit, Säfte übersetzt. In der Antike war damit das richtige Mischungsverhältnis der Körpersäfte gemeint, das – im damaligen Verständnis – für eine gute Stimmung verantwortlich war.

Humor erlernbar gesundHumor wird heute primär von seiner Wirkung her bestimmt. Humor ist die Fähigkeit, sich selbst und andere Menschen zum Lachen zu bringen. Es gibt Schwarzen Humor, Sarkasmus, Satire, Spott, Zynismus, Ironie, Witz, Parodie, Komik, Hohn, Trockenen Humor, Running Gag, Scherz - um nur einige zu nennen.

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